Otto Beisheim

  • Biographie

    Otto Beisheim wurde am 3. Januar 1924 in Voßnacken bei Velbert geboren. Nach seinem Schulbesuch in Mülheim an der Ruhr begann er dort 1938 eine kaufmännische Lehre. Doch der Beginn seines Berufslebens wurde durch den Zweiten Weltkrieg früh unterbrochen. 1942 trat er im Alter von 18 Jahren den Kriegsdienst an und geriet 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1946 knüpfte Otto Beisheim an seine kaufmännische Ausbildung an. Sein Geschäftssinn sowie sein Gespür für Innovationen ermöglichten es ihm, immer wieder neue Wege zu gehen. 1964 wurde Otto Beisheim Hauptgeschäftsführer der METRO und entwickelte diese dank des Cash & Carry-Modells zu einem international erfolgreichen Handelsunternehmen. Bis zum Börsengang der METRO 1996 waren die Familien Schmidt-Ruthenbeck und Haniel mit Otto Beisheim paritätische Mitgesellschafter.

    Otto Beisheim

    Ab den 90er-Jahren widmete sich Otto Beisheim auch neuen unternehmerischen Aktivitäten, unter anderem dem Aufbau von Start-up-Unternehmen. Ab 1988 engagierte er sich gemeinsam mit seiner Frau Inge an der WHU, der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar bei Koblenz, die heute zu den renommiertesten Business Schools in Europa zählt. Daneben war Otto Beisheim zeitlebens sein gemeinnütziges Engagement ein wichtiges Anliegen.

    Otto Beisheim verstarb am 18. Februar 2013 im Alter von 89 Jahren im bayerischen Rottach-Egern. Die Stiftungen, die seinen Namen tragen, führen sein philanthropisches Erbe fort.

    Otto Beisheim hat sein Vermögen einer Schweizer und einer deutschen Stiftung hinterlassen. Die beiden namensgleichen gemeinnützigen Stiftungen sind rechtlich selbstständige Einheiten. Sie verfügen je über eigene Investmentgesellschaften, die ausschließlich eigenes Vermögen verwalten und investieren.

    Die Umstände der Zugehörigkeit von Otto Beisheim zur Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg werden gegenwärtig in einer unabhängigen wissenschaftlichen Studie durch Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, untersucht. Die Ergebnisse werden für 2019 erwartet.

Historie
2014
Strategische Neuausrichtung der Stiftungs- und Investitionstätigkeiten
2013
Tod von Otto Beisheim und Übertragung des Privatvermögens auf die beiden Stiftungen
2005
Otto Beisheim erhält die Ehrenbürgerwürde aller fünf Tegernseer Talgemeinden
2004
Eröffnung des Beisheim Centers am Potsdamer Platz in Berlin
2000
Ausbau der Vermögensverwaltungsaktivitäten
1996
Börsennotierung (IPO) METRO AG
1988
Beginn der WHU-Förderung durch Otto und Inge Beisheim
1971
Gründung der Beisheim Holding
1964
Otto Beisheim wird Hauptgeschäftsführer der METRO und 1966 paritätischer Mitgesellschafter neben den Familien Schmidt-Ruthenbeck und Haniel
1947–1964
Fortsetzung der Ausbildung als kaufmännischer Angestellter, zuletzt Prokurist bei der Firma Stöcker & Reinshagen (Elektrogroßhandel).
1942–1946
Kriegsjahre und Kriegsgefangenschaft
1940–1942
Beginn der kaufmännischen Lehre bei der Lederfabrik Wilhelm Nebel
1924
Geburt Otto Beisheim in Voßnacken