ensa: Erste Hilfe für psychische Gesundheit

Psychische Beeinträchtigungen frühzeitig erkennen: ensa vermittelt Know-how und einen konkreten 5-Schritte-Plan, um Betroffene unterstützen zu können.
Standort
Zürich
Wirkungsregion
Schweiz
Fokus
Gesundheit
Projektbeginn
2018
Website
Partner
Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana

Fast jeder kennt in seinem Umfeld Menschen, die schon einmal psychische Schwierigkeiten hatten. Doch Familienmitglieder, Freunde oder Arbeitskollegen tun sich oft schwer, erste Anzeichen korrekt zu deuten und angemessen darauf zu reagieren. Entweder, weil sie zu wenig über psychische Beeinträchtigungen wissen oder sich nicht trauen, Betroffene direkt anzusprechen. Hinzu kommt, dass sich diese von der Gesellschaft häufig stigmatisiert fühlen. Dabei erleidet laut Statistik jeder Zweite im Laufe seines Lebens einmal eine psychische Erkrankung.

Das Programm ensa leistet einen Beitrag zur Aufklärung – indem es Erste-Hilfe-Kurse für Laien anbietet. Unter Lizenz des australischen Originals «Mental Health First Aid» wurde ensa durch die Stiftung Pro Mente Sana mit Unterstützung der Beisheim Stiftung ins Leben gerufen und auf Schweizer Verhältnisse angepasst. Auch Unternehmen können Mitarbeiter zum ensa Ersthelfer ausbilden und damit aktiv Prävention betreiben.

ensa Kurs
ensa Kurs

Der ensa Kurs gibt dir Instrumente an die Hand, wie du ganz konkret eine Person ansprechen kannst, der es psychisch nicht gut geht.

Ziel der Kurse ist es, neben Fachwissen auch praktische Werkzeuge zu vermitteln, um psychische Belastungen wie Depression, Angststörungen oder Suchterkrankungen frühzeitig zu erkennen. Konkret und lebensnah geben geschulte Instruktoren den Teilnehmern Erste-Hilfe-Strategien an die Hand, die ein Eskalieren kritischer Situationen verhindern können. Der Massnahmenplan «ROGER» dient dabei als Handlungsanleitung in fünf Schritten. Die Abkürzung steht für: «Reagieren und ansprechen», «Offen zuhören und kommunizieren», «Ganzheitlich unterstützen und informieren», «Ermutigen zu professioneller Hilfe» und «Ressourcen aktivieren».

Denn werden psychische Erkrankungen zu spät behandelt, geraten Betroffene nicht selten in einen Strudel aus sozialem Rückzug, negativen Bewältigungsstrategien und Verlust des gesellschaftlichen Halts. Ein Teufelskreis, aus dem sie nur schwer wieder herausfinden.

Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung der Erste-Hilfe-Kurse. Nicht zuletzt bedeutet «ensa» in der Sprache der australischen Ureinwohner «Antwort». Der Erfolg zeigt, dass diese ankommt.